Theodor Pröppers Werke von Solisten glänzend vorgetragen

- Eine Hommage an Theodor Pröpper (1896 bis 1979) - über 100 Besucher erlebten in Balve die Vielfalt der Werke des Sauerländer Literaten und Komponisten.

 

Als Rezitator las Dr. Wolf Kalipp, Musikwissenschaftler aus Soest, Gedichte sowohl in Platt- als auch in Hochdeutsch aus der Feder Pröppers vor, und spielte dazu Klaviersätze aus seinem Liederbuch "Klingemund" (1960) und Choralvorspiele für Orgel. Er fand den ungeteilten Beifall der Besucher, die aus Nah und Fern zu diesem Abend in der Pfarrkirche St. Blasius Balve gekommen waren.

 

Opernsängerin Anita Richartz-Freitag/Arnsberg, gelang es vortrefflich, die Zuhörer mit Prosatexten Pröppers in ihren Bann zu ziehen. Kein Wunder, dass die Werke des Balver Kirchenmusikers als Literat, Komponist und Organist weit in den westfälischen Raum hinein große Anerkennung gefunden haben.

90 Minuten im romanischen Teil des Kirchengebäudes, da stimmten Programmauswahl und Vorträge der Solisten. Die hervorragende Akustik sowie die optisch eindrucksvollen Gewölbe mit ihren Ausmalungen aus dem 13. Jh. konnten ihre besondere Wirkung entfalten.

 

Zu Beginn hatte Rudolf Rath, Pfarrarchivar, die Gäste und Mitwirkenden im Namen der Kath. Kirchengemeinde St. Blasius begrüßt und sie in diese denkwürdige Veranstaltung eingeführt. Er erinnerte an die Festveranstaltung, mit der die Stadt Balve, die Heimwacht Balve und die Kath. Kirchengemeinde St. Blasius im Dezember 2011 das Wirken Pröppers eindrucksvoll gewürdigt hätten. Dankbar wies er nun auf die erstmalige Zusammenarbeit mit der Christine-Koch-Gesellschaft und der Literarischen Gesellschaft Sauerland/ Südwestfalen hin, an diesem Abend vor allem durch den Vorsitzenden Johann J. Claßen, Arnsberg, vertreten.

 

"Diese Veranstaltung ist Teil 1 einer zweiteiligen Hommage, die ich mit einem Orgelkonzert mit Werken Pröppers und anderer westfälischer Zeitgenossen im kommenden Jahr in der Balver Kirche, Pröppers jahrzehntelanger Wirkungsstätte als Organist und Chorleiter, durchführen möchte", kündigte Dr. Wolf Kalipp dann zur Freude der Pröpper-Freunde eine Fortsetzung an.

 

In seinem Dank an Mitwirkende, Organisatoren und Förderer forderte Rudolf Rath die Anwesenden zu Überlegungen auf, wie man den "literarischen und musikalischen Schatz" Pröppers insgesamt weiter heben und behüten, vor allem aber auch an kommende Generationen weitergeben könne. Er brachte dazu die Idee eines Symposiums ins Spiel.

 

Die Hommage in Balve hat jedenfalls erneut bewiesen, dass das Interesse an Pröppers Schaffen und seinen Werken auch rund 40 Jahre nach seinem Tode nicht nur in Balve selbst, sondern weit darüber hinaus weiterhin anhält. Ein herzliches Dankeschön gilt von meiner Seite aus vor allem Dr. Wolf Kalipp, dem Hauptakteur dieser Veranstaltung!

 

19. Oktober 2014

Text: Rudolf Rath

 

Fotos: Julius Kolossa

Dr. Wolf Kalipp
Dr. Wolf Kalipp
Anita Richartz-Freitag
Anita Richartz-Freitag
Pfarrarchivar Rudolf Rath
Pfarrarchivar Rudolf Rath