"Unser Kreuzweg auf dem Husenberg in Balve... wie er verschwand und ein neuer entstand"

„Unser Kreuzweg auf dem Husenberg in Balve… wie er verschwand und ein 

neuer entstand“.

2022: Auf den Spuren einer 165-jährigen Geschichte

Zur Passionswoche erschien im Pastoralverbund Balve-Hönnetal die Broschüre 

„Unser Kreuzweg auf dem Husenberg in Balve… wie er verschwand und ein neuer entstand“.

Pfarrarchivpfleger Rudolf Rath beschreibt darin den spannenden Verlauf und das erfolgreiche Ergebnis seiner Suche nach 14 Kreuzwegstationen. Auf dem Balver Husenberg wurden sie schon 1857 als zentrale Einrichtung von St. Blasius mit ihren benachbarten Kirchengemeinden errichtet. Aber wo blieben sie, nachdem diese Sandsteinstelen mit Keramikdarstellungen des Leidensweges Christi verschwunden waren? Diesen Weg, der 1972 mit der Umsetzung der zuletzt verbliebenen 1. Station endete, zeichnet der ehrenamtlich Archivhüter von St. Sebastian nach – und  - das sei schon einmal verraten: Er findet die meisten Stelen außerhalb bei Familien, die ihren Ursprung in Balve hatten. Sie „retteten“ den größten Teil dieser 

Bildsäulen und sorgten für weitere sinnvolle Verwendung.

Soweit der erste Teil dieser Broschüre. Umliegende Kirchengemeinden hatten längst eigene Kreuzwege in den Außenbereichen der Dörfer errichtet, und  in Balve beteten die Gläubigen innerhalb der Pfarrkirche   St. Blasius den Kreuzweg , den der Maler Wilhelm Lautenbach schon 1911 für den neuen Teil der Kirche geschaffen hatte.  

Rudolf Rath führt nun die Geschichte weiter. 

Er schildert, wie auf Initiative des  Pfarrgemeinderates 1992, nach 

20-jähriger Vakanz, auf dem Husenberg der heutige Außen-Kreuzweg mit 14 Granitsäulen und den eingelassenen Bronzereliefs entstand. Hier nur so 

viel: Tatkräftiger Einsatz, großzügige Spenden und wirksame Unterstützung heimischer Betriebe machten dies möglich. In der Broschüre sind sie abgebildet und mit Kurzbetrachtungen versehen.

Über den Husenberg führt, auf der etwa 1 km langen Strecke hoch über Balve, auch die jährliche St.-Blasius-Prozession mit den drei 3 Kapellen als Segnungsstationen. Spätestens auf dem Hügel an der Piuskapelle öffnet sich der Blick auf Balve und seine (immer noch) waldreiche Umgebung: ein  eindrucksvolles Panorama. Das wissen ganzjährig auch viele Mitmenschen bei ihren Spaziergängen zu schätzen. Mit Familien und Hund, können sie bei einigen steileren, aber kurzen Anstiegen, - so ganz nebenbei -  die Reliefs der Kreuzwegstationen am Wegesrand entdecken. Wie es heißt, bleibt den Musikern bei den Prozessionen hier schon mal die Puste weg, aber nur kurz, denn es geht dann auch auf ebener Strecke weiter. Ob wir nun musizieren, beten oder wandern: Es winkt eine schöne Kulisse. Und diese spiegelt sich auch in der Gestaltung des Heftes wider. Es steht fest: Es lädt mit seinen zahlreichen Fotos und kurzen jeweiligen Betrachtungen zu den 14 Bronzebildern des Kreuzweges,  ein wertvoller Wegbegleiter, aber auch Führer durch die Karwoche.

Diese Schrift, versehen mit einem eindrucksvollen Umschlag- und Titelbild, wurde im März 2022 von der Katholischen Kirchengemeinde     St. Blasius Balve herausgegeben. Als Wegweiser gelingt hier die Verbindung unterschiedlicher Anliegen: Ob Beten oder Wandern, Meditieren oder „Bildersuche“, der Autor erreicht das durch seine Beschreibungen und Kommentierungen mit Hilfe vieler professioneller Fotos. Und die erfreuliche Nachricht:

Die Druckkosten konnten dank des Förderprogramms „Heimat-Scheck“ des Landes Nordrhein-Westfalen finanziert werden. Das bedeutet: Diese Broschüre im DIN-A5-Format, mit 44 Seiten und zahlreichen Fotos, liegt an den 

Schriftenständen in den Kirchen des Pastoralverbundes Balve-Hönnetal aus.

Sie kann aber 

auch beim Pastoralverbund Balve-Hönnetal bezogen werden.  

Rudolf Rath April 2022