Die St. Agatha Kapelle in Blintrop wurde im 17. Jahrhundert gebaut und 1780 in Teilen umgestaltet. 1951 wurde im Westen ein Anbau und später an der Süd-ostecke die Sakristei errichtet. Die letzte Renovierung, in der die Kapelle vergrößert wurde, wurde 1997 abgeschlossen. Die "neue" Kapelle wurde dabei im Norden an die "alte" Kapelle angebaut, so daß immer noch zu erkennen ist, welche Größe die Kapelle vorher hatte.


Das Innere der Kapelle

In der einschiffigen Kapelle befindet sich ein Altar von Repke aus Wiedenbrück, der aus dem Jahre 1921 stammt. Dieser zeigt eine Sitzmadonna, zu deren Füßen links die Heilige Agatha, die eine Abbildung der Kapelle in der Hand hält, und rechts der Heilige Josef knien.


Der Altarraum

In der Kapelle sind an den Wänden die Figuren des St. Antonius von Padua, der St. Elisabeth von Thüringen und der Heiligen Agatha angebracht. Letztere scheint aus dem 18. Jahrhundert zu stammen. Alle Figuren sind jedoch überarbeitet worden.

Nach Abschluß der Renovierungsarbeiten wurde die Kapelle um eine Schnitzfigur der Mutter-Gottes bereichert. Die Figur wurde von A. Stromberg aus Blintrop angefertigt.


Mutter-Gottes

Wie auch in der Kapelle St. Lucia in Altenaffeln bekam der Künstler Nikolaus Bette aus Essen, den Auftrag, Szenen der Bibel, in bleiverglaste Kirchenfenster umzusetzen. Zwei von ihnen seien hier kurz vorgestellt:

Die Erzählung vom Turmbau zu Babel (Gen 11,1)
Auch heute bauen Menschen an großen "Türmen" (Erfolg, Macht, Gentechnik, Fortschittsglaube,...), mit denen sie sich einen großen Namen machen wollen. Die Geschichte mahnt uns, daß wir nicht gößenwahnsinnig werden sollen, sondern immer auch im Blick haben, daß Gott, der gößer ist als unsere "Türme", uns diese Welt geschenkt hat.


Fenster vom Turmbau zu Babel

Ankündigung des messianischen Reiches (Jes 11, 1-16)
Der Text, welcher einen gerechten Herrscher aus dem Geschlecht Davids ankündigt, folgt auf Strafwort über Juda und Jerusalem. Er zeigt, daß in der Gerechtigkeit die Größe Gottes liegt. Diese Größe wird in Bildern, die jeder Mensch als unmöglich sieht, verdeutlicht. So wird z.B. geschrieben, daß der "Wolf beim Lamm" wohnt oder "der Säugling vor dem Schlupfloch der Natter" spielt. Gott schafft also auch das noch so Unmögliche.


Fenster von der Ankündigung 
des messianischen Reiches

 

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